Rheuma und Polyarthritis
Bei Gelenk- und Weichteilentzündungen können entzündungshemmende Medikamente die Symptome unterdrücken, sind aber als Dauertherapie oft nicht zielführend, wenn die Ursachen unbehandelt bleiben. Rheumatische Erkrankungen sind komplex und verlaufen oft langfristig.
Häufig wird angenommen, dass entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Rheuma oder Polyarthritis lediglich symptomatisch, also medikamentös, behandelt werden können und dass Entzündungen ein unvermeidbarer Bestandteil dieser Erkrankungen sind. Tatsächlich zeigt sich jedoch immer wieder, dass durch die gezielte Behandlung der entzündungsverantwortlichen Faktoren die Entzündungen spürbar gelindert oder sogar vollständig beseitigt werden können. Der Schlüssel liegt in der Identifikation und Korrektur der zugrunde liegenden Ursachen, die die Entzündungsprozesse befeuern.
Entzündliche Prozesse werden häufig durch eine Vielzahl von Faktoren begünstigt. Unter diesen Faktoren finden sich u.a. unerkannte Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten, die stille Entzündungen hervorrufen können. Gewebsazidose, also eine Übersäuerung des Körpers, stellt eine weitere Belastung dar, die das Entzündungsgeschehen verstärken kann. Auch Störungen im Stoffwechsel der Fettsäuren spielen eine Rolle, da eine unzureichende Versorgung mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren oder ein Ungleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren die Entzündungsbereitschaft im Körper erhöht.
Mangel an essenziellen Nährstoffen wie Zink, B-Vitaminen und Magnesium trägt ebenfalls zu entzündlichen Zuständen bei, da diese Nährstoffe wichtige Funktionen im Immunsystem und im Zellstoffwechsel übernehmen. Ein weiteres zentrales Element ist die Fähigkeit des Körpers zur Entgiftung: Schadstoffe und Umweltgifte, die nicht ausreichend ausgeschieden werden, können den Körper belasten und das Immunsystem überreizen. Das Phänomen des „durchlässigen Darms“ (Leaky-Gut-Syndrom) führt dazu, dass unverdaute Nahrungsbestandteile und Bakteriengifte die Darmwand durchdringen und Entzündungsreaktionen im Körper auslösen. Darüber hinaus können mechanische Probleme wie Fehlstellungen der Gelenke oder Blockaden zusätzliche Entzündungsreize setzen.
Unsere ganzheitlichen Behandlungsmethoden setzen an diesen vielfältigen Ursachen an. Therapien zur Entsäuerung, gezielte Ernährungsumstellungen, die Unterstützung der Darmgesundheit und der Einsatz entzündungshemmender Pflanzenstoffe können helfen, den Verlauf von rheumatischen Erkrankungen zu stabilisieren. Auch die Förderung der körpereigenen Entgiftung und die Zufuhr essenzieller Nährstoffe tragen dazu bei, die Entzündungsneigung zu reduzieren und die Schmerzintensität zu verringern. Durch diesen Ansatz erreichen wir häufig eine langfristige Verbesserung, die das Wohlbefinden und die Lebensqualität erheblich steigert, oft mit weniger oder sogar ohne die Notwendigkeit starker Medikamente.